Junge Sozialisten in der SPD

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Feminismuskongress

Bei unserem Feminismuskongress vom 31. August bis 2. September in Hannover wollen wir uns mit den aktuellen Herausforderungen feministischer Politik auseinandersetzen. 30 Jahre nach dem Quotenbeschluss und 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland wollen wir auf das bislang Erreichte schauen, aber auch einen kritischen Blick auf die Beteiligung und Gleichstellung von Frauen in Gesellschaft und Politik richten.

 

Wann

31. August bis 2. September 2018

Wo

verdi-Höfe Hannover

Anmeldung

Bis zum 27. Juli kannst Du Dich weiter unten für den Feminismuskongress anmelden. Alle Informationen gibt es dann auch hier. Unterkunft (in Mehrbettzimmern in Hostels), Vepflegung sowie die Reisekosten in Höhe des Bahncard25-Preises übernehmen wir.

Fragen

Wir haben oftgestellte Fragen gesammelt und hier einmal beantwortet. Bitte wirf zunächst einen Blick ins FAQ wenn Du Fragen zur Unterkunft, Anreise und so weiter hast.

 

Programm

FREITAG         31. August 2018

ab 16:00 Uhr     Akkreditierung

ab 17:30 Uhr      Abendessen

19:00 Uhr          Eröffnung des Feminismuskongresses und Begrüßung

19:15 Uhr           Our bodies are still battelgrounds – der Kampf um reproduktive Rechte

  • Johanna Warth, Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung
  • Alica Läuger, Autorin und Illustratorin
  • Alicia Baier, Medical students for choice
  • Dr. Christiane Tennhardt, Gynäkologin

Moderation: Michelle Rauschkolb, Juso-Bundesvorstand

anschließend    freie Abendgestaltung mit Kneipenguide

 

SAMSTAG       1. September 2018

09:45 Uhr          Begrüßung zum Workshoptag

10:00 Uhr          Genderplena

12:00 Uhr          Mittagessen

13:30 Uhr           WORKSHOPPHASE I

  • Feministische Gesellschaftskritik und das antisemitische Ressentiment      Merle Stöver, Bloggerin und Autorin

Antisemitismus ist ein Ressentiment, eine politische Bewegung und eine abgeschlossene Ideologie, die für sich vereinnahmt, die Welt erklären zu können. Dass diese als Phänomen auch feministische Bündnisse,          Theoretikerinnen und Aktivistinnen betrifft und wie sie sich als Teil feministischer Theorie und Praxis zeigt, soll in diesem Workshop  behandelt und diskutiert werden.

  • Girls just wanna have Fun-damental rights – das Internet als Ort feministischer Aktion     Amina Yousaf, Netzfeministin

Feminismus ist inzwischen ein Thema was sowohl im medialen als auch im sozialwissenschaftlichen Diskurs Relevanz gewonnen hat. Beim Betrachten von feministischen Diskursen kommt man heute nicht um den Begriff „Netzfeminismus“ herum. Netzfeminist*innen veröffentlichen Texte in Blogs oder Onlinemagazinen, sie sind via Twitter, Facebook und Instagram vernetzt, tauschen sich aus und können z.B. durch Hashtags („#“) schnell auf tagesaktuelle Geschehnisse reagieren. In diesem Workshop soll es darum gehen einen Überblick zu erhalten und um Strategien zu entwickeln die einen in der täglichen feministischen Arbeit im Netz unterstützen.

  • Macht, Sexualität und Gewalt. Die Logik des Sexismus und die Sicherung der männlichen Vorherrschaft     Prof. Dr. Rolf Pohl, Politische Sozialpsychologie – Uni Hannover

Prof. Dr. Pohl diskutiert die aktuellen Sexismus/ #metoo-Debatten und stellt die These auf, dass sie auch dieses Mal strukturell folgenlos bleiben werden. Außerdem diskutieren wir über die vielbeschworene „Krise der
Männlichkeit“ als eine der Strategien zur Sicherung der männlichen Hegemonie. Anschließend wird es Raum für Fragen und Diskussionen geben.

  • Warum Feminismus uns alle angeht    Hannah Fischer, Mitglied im Juso-Bundesvorstand

Wir Jusos sind ein feministischer Verband“ – ja klar, aber warum eigentlich? Was genau heißt das und vor allem warum geht Feminismus uns alle an? Sind wir nicht eh schon alle längst gleich berechtigt? Ist Feminismus wirklich eine gesamtgesellschaftliche Frage oder doch eher nur „Frauensache“? Die Antwort auf diese und weitere Fragen gibts im Workshop.

  • Feminism meets Socialism – Einführung in den materialistischen Feminismus     Mia Thiel, Landesvorstand Jusos Berlin

Feministische Kämpfe sind älter als die warenproduzierende Gesellschaft besteht. Von Suffragetten über Lesbenproteste bis zu #aufschrei und #metoo haben mutige Frauen für die Befreiung vom Patriarchat gekämpft, orientiert an den Umständen ihrer Zeit. Die bestehenden Verhältnisse lassen eine Gesellschaft der Freien und Gleichen nicht zu. Aber wie stehen unsere Vorstellungen nach der sozialistischen Neuordnung und der Kampf gegen das Patriarchat zueinander? Sind Sozialismus und Feminismus das gleiche? Welche Rolle spielen Frauen in sozialistischen Diskursen und welche Rolle spielen diese Diskurse für feministische Kämpfe?

  • Google und die Frau am Herd    Almut Großmann, NRWJusos

Wieso ergänzt Google die Suchanfrage „Frauen sollten“ mit „Kurven haben” oder “sich ihren Männern unterordnen“? Verantwortlich dafür sind Algorithmen, die auch Freund*innen auf Facebook vorschlagen oder Einkaufsempfehlungen bei Amazon geben. Vielfach wird behauptet, dass Algorithmen grundsätzlich neutral sind und nur das widerspiegeln, was gesellschaftlich nachgefragt wird. Aber sind Algorithmen denn wirklich neutral? Und müssen wir hinnehmen, dass Rechenoperationen im Netz als ersten Treffer anzeigen, „wie Frauen Männer um den kleinen Finger wickeln“?

  • Rechte Frauen – Frauen im Rechtsextremismus    Judith Rahner, Amadeu-Antonio-Stiftung

Frauen gelten häufig als Mitläuferinnen in der rechtsextremen Szene und qua Geschlecht als „friedfertig“, weniger gewalttätig und ungefährlicher als rechtsextreme Männer. Dadurch können sie oft unerkannt agieren.
Obwohl sie in rechten Gruppierungen präsent und aktiv sind und ihre Ideologie erkennbar vertreten, werden sie in der Nachbarschaft, vom Verfassungsschutz und der Polizei nur selten kritisch wahrgenommen.
Anhand von Fallbeispielen werden diese Blindstellen und ihre Folgen verdeutlicht.

  • Geschichte der Frauenbewegung     Laura Baumgarten, Bezirksgeschäftsführerin Jusos Nord-Niedersachsen

100 Jahre Frauenwahlrecht, 30 Jahre Quote in der SPD: es gibt so viel über die Frauenbewegung in Deutschland zu erfahren. Wie ist sie entstanden, wie hat sie sich verändert? Was ist wurde erkämpft und was gilt es zu verteidigen?

  • „Nur weil ihr drei Jahre gebraucht habt, Ron, heißt das noch lange nicht, dass kein anderer bemerkt hat, dass ich ein Mädchen bin!“ – Frauen in der Literatur   Shari Kowalewski & Anna Dieren, Landesvorstand NRWJusos

In diesem Workshop werden wir uns mit der Repräsentation von Frauen in der Literatur beschrieben. Wir werden uns anschauen wie viele Frauen eigentlich schreiben und vor welchen Problemen sie dabei stehen. Aber auch die Frauenrollen in der Literatur werden uns beschäftigen als Beispiel dienen die Frauenrollen in Harry Potter – den Büchern, nicht den Filmen.

15:30 Uhr           Pause

16:00 Uhr          WORKSHOPPHASE II

  • My Body, my Choice – #czarnyprotest in Poland    Paulina Piechna-Więckiewicz ,Inicjatywa Polska

All over Europe right-wing anti-abortion proposals attack women’s rights of sexual selfdetermination. Together with Paulina Piechna-Więckiewicz of Inicjatywa Polska, member of the city council of warsaw, specialized on reproductive rights we will talk about the political situation of abortion rights in Poland and the organisation of civil society’s protest against the restrictions of the conservative government. Workshop in English.

  • Judith Butler und der Queerfeminismus – eine kritische Analyse    Silke Hansmann, Bezirksvorsitzende Jusos Hannover

Die Theoretikerin Judith Butler hat queerfeministische Überlegungen innerhalb der Gender Studies groß gemacht. Im Workshop wollen wir uns gemeinsam die Basis dieser Überlegungen anschauen und kritisch hinterfragen. Welche Kritikpunkte können wir in der theoretischen Debatte ausmachen? Und wie wirken sich diese auf Frauen*förderung und unsere feministischen Überzeugungen aus?

  •             Sexualisierte Gewalt in kriegerischen Auseinandersetzungen     Linda Matzke, FES Niedersachsen

Sexualisierte Gewalt in bewaffneten Konflikten – dieses Thema ist bis heute akut. Zwar wurde sexuelle Gewalt in bewaffneten Konflikten im internationalen Strafrecht als Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit definiert. Dennoch findet sie ungebrochen in Konflikten statt. Linda Matzke forscht zu diesem Thema und wird in diesem Workshop Hintergründe mit euch beleuchten.

  •             Antisexistische StammtischkämpferInnen-Ausbildung     Anna Müller, Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin

Wir alle kennen das: In der Diskussion mit den Arbeitskolleg*innen, im Gespräch mit dem Onkel oder beim Grillen mit Bekannten fallen Sprüche, die uns die Sprache verschlagen. Später ärgern wir uns, denken, da hätten wir gerne den Mund aufgemacht, widersprochen, sexistische oder antifeministische Sprüche nicht einfach so stehen gelassen.
Hier wollen wir ansetzen und uns in die Lage versetzen, die Schrecksekunde zu überwinden, Position zu beziehen und deutlich zu machen: Das nehmen wir nicht länger hin!

  •             SPD weiblicher mache, aber wie?    Wiebke Neumann, Referentin SPD Parteivorstand

Der Quotenbeschluss von 1988 und der Reißverschluss bei Listenaufstellungen haben die Sichtbarkeit von Frauen in der SPD verbessert. Wir alle kennen aber auch die beliebte Ausrede, dass mal wieder keine Frau gefunden werden konnte, um ein Gremium zu besetzen. Wir können wir es schaffen das Parteileben und die Beteiligung von Frauen in der SPD weiter zu erhöhen und Frauen für das Engagement in der SPD zu begeistern.

  •             Bodyshaming im Zusammenhang von patriarchalen Zugriffen auf weibliche Körper     Ricarda Lang, Sprecherin der Grünen Jugend

Dick, unattraktiv, Pummelchen, dicke Sau oder fette Fotze – als dicke Frau, die selbstbewusst eine politische Meinung vertritt, gehören solche Anfeindungen leider zum Alltag. Egal zu welchem Thema man sich äußert – Steuergerechtigkeit, Antifaschismus oder Kohleausstieg – immer folgen Kommentare, die sich auf das Äußere beziehen. Woher kommt die Abwertung von dicken Frauen? In welchem Verhältnis steht sie zu allgemeinen Körper- und Schönheitsnormen und pariarchalen Strukturen? Und wie können feministische Gegenstrategien aussehen? Diese Fragen wollen wir in diesem Workshop diskutieren und den feministischen Claim „Riots not Diets“ mit Leben füllen.

  •             Feministisch ficken – Perspektiven queer_feministischer Pornografie     Anny Höhne, Geschlechterforscherin Uni Göttingen und Tina Jung

Der Kampf gegen Pornografie als frauenunterdrückendes Medium hat sich gewandelt. Feministische Pornografie will Porno nicht abschaffen, sondern revolutionieren. Aber wie soll das aussehen – feministischer Porno?

18:00 Uhr          Abendessen

19:30 Uhr          Festakt 30 Jahre Quotenbeschluss und 100 Jahre Frauenwahlrecht

Rede: Kevin Kühnert, Juso Bundesvorsitzender

Rede: Inge Wettig-Danielmeier (ASF-Vorsitzende als die Quote beschlossen wurde)

Podiumsdiskussion

  • Inge Wettig-Danielmeier, ehem. ASF-Vorsitzende
  • Juliane Seifert, Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
  • Maria Noichl, ASF-Bundesvorsitzende
  • Johanna Uekermann, Präsidiumsmitglied des SPD Parteivorstand

Moderation: Katharina Andres, stellv. Juso-Bundesvorsitzende

22:00 Uhr         Party

 

SONNTAG      2. September 2018

10:00 Uhr         Begrüßung zum Barcamp-Tag

10:30 Uhr         Barcamp

12:00Uhr          Kurzer Bericht aus den BarCamp-Sessions

12:30 Uhr         Ende

 

 

 

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