Junge Sozialisten in der SPD

Nachhaltig

Nachhaltig

Durch die Ausbeutung natürlicher Ressourcen werden unsere Lebensgrundlagen massiv gefährdet. Wollen wir auch zukünftig in der Lage sein, unsere gesellschaftlichen Lebensverhältnisse zu gestalten, müssen wir uns dringend ein Verhältnis zu unseren Lebensgrundlagen erarbeiten, in dem wir diese nicht durch beständige Ausbeutung untergraben. Nur gemeinsam in Europa können wir mit einer ambitionierten Klimaschutzpolitik die Zukunftschancen nachfolgender Generationen sichern. Dazu gehört, die Ziele des Pariser Klimaabkommens strikt umzusetzen. Mittelfristig geht es uns darum, einen Übergang von fossilen zu erneuerbaren Energiequellen umzusetzen. Dafür brauchen wir einerseits klare Vereinbarungen, um diesen Übergang möglichst schnell umsetzen zu können. Andererseits sind an dieser Stelle dringend Investitionen notwendig, um den Umbau zu erneuerbaren Energien von staatlicher Seite wirtschaftlich zu beschleunigen. Es muss uns auch wert sein, dafür Geld in die Hand zu nehmen, weil Schulden im Zweifel weniger gefährlich sind als die Defizite in Ökosystemen, die wir mitzuverantworten haben. Durch das Aussitzen werden die ökologischen Kosten auf zukünftige Generationen verlagert. Ein vernünftiges Verhältnis zu unseren Lebensgrundlagen setzt aber voraus, dass wir uns bewusst mit unserer Umwelt auseinandersetzen und sie zum Gegenstand unserer Wirtschaft machen. Ein solches werden wir nicht erarbeiten können, solange wir in einer kapitalistischen Gesellschaft leben, in der wir unsere Wirtschaftstätigkeit anarchisch gestalten und der Markt völlig unkontrolliert die Arbeits- und Wirtschaftstätigkeit der einzelnen Menschen vermittelt. Wir streben daher danach, das kapitalistische Wirtschaftssystem zu überwinden, um unsere Lebensgrundlagen langfristig zu sichern.
Wir sehen die ökologische Frage nicht losgelöst von der sozialen Frage. Allzu häufig werden der Schutz der Umwelt und die Interessen von Beschäftigten gegeneinander ausgespielt, weil es den Interessen von großen Unternehmen und Konzernen dienlich ist. Dabei sind es gerade die arbeitenden Menschen, für die die soziale und die ökologische Frage unmittelbar miteinander verknüpft sind – das sehen wir heute schon an vielen Menschen, die weltweit vor Klimawandel und Armut fliehen.
Der Klimawandel macht nicht an den Grenzen der Nationalstaaten Halt. Europa kommt beim Klimaschutz heute schon eine wichtige Rolle zu. Wir wollen Europa als Vorbild und Vorreiter im Kampf gegen den Klimawandel sehen. In unserem Europa sollen CO2 und andere Treibhausgase reduziert werden und Plastikverpackungen nur dann in Gebrauch kommen, wenn sie weiterverwendet werden und nicht fahrlässig dem Ökosystem überlassen werden.
Europa darf aber seine schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt auch nicht schlicht in andere Weltregionen exportieren. Das mag die eigene Ökobilanz aufbessern, hilft aber tatsächlich wenig. Statt europäischer Billigexporte brauchen wir eine wertegebundene Handelspolitik auf Augenhöhe. Menschenrechte, die Interessen der Beschäftigten sowie gender- und umweltpolitische Aspekte müssen dabei die Leitlinien europäischen Handels sein.
Ein nachhaltiges Europa, in dem wir auch in Zukunft unsere Lebensgrundlagen erhalten und gestalten können, ist unsere Verantwortung.

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