Röttgens Äußerungen zur Atomkraft sind eine Mogelpackung
Anlässlich der Diskussion um die Äußerungen von Umweltminister Norbert Röttgen zum Ausstieg aus der Atomkraft erklärt die Juso-Bundesvorsitzende Franziska Drohsel:
Umweltminister Röttgen vertritt öffentlich zwar plötzlich eine Atompolitik, die in Ansätzen an Rot-Grün erinnert, doch mehr als wahltaktisches Theater ist das nicht. Er ruft das Ende der Atomkraft aus, aber gleichzeitig kappt er die Solarförderung und sagt nicht, ob er die Schrottreaktoren wie Biblis A oder Neckarwestheim, wie bisher geplant, jetzt wirklich abschalten will oder nicht. Gleichzeitig hat er kein Lösungskonzept für die Atommüllendlagerung. Damit verkauft er den Menschen in Deutschland eine atompolitische Mogelpackung.
Wir Jusos fordern den von der SPD und den Grünen beschlossenen Atomausstieg einzuhalten, in diesem Jahr Biblis A und Neckarwestheim abzuschalten und endlich eine ökologisch nachhaltige Lösung der Endlagerung umzusetzen.
Deshalb rufen wir dazu auf am 24. April eine Menschenkette zwischen den AKW-Standorten Brunsbüttel und Krümmel in Schleswig-Holstein zu bilden, um ein mächtiges Signal gegen Atomkraft zu setzen. Wir Jusos engagieren uns innerhalb eines breiten Bündnisses für Erneuerbare Energien und den Ausstieg aus der Atomkraft. Gemeinsam mit der Anti-Atom-Bewegung, Umweltverbänden, Gewerkschaften, anderen Oppositionsparteien und Nichtregierungsorganisationen rufen wir Jusos zu einer breiten Beteiligung an der 120 Kilometer langen Menschenkette auf. Die Aktion steht unter dem Motto: "KettenreAktion: Atomkraft abschalten!“
Zwei Tage vor dem Jahrestag des Super-GAUs von Tschernobyl setzen wir ein deutliches Zeichen gegen Atomkraft.









