Abzug spätestens 2011

Anlässlich der Afghanistan-Konferenz der SPD in Berlin erklärt die Juso-Bundesvorsitzende Franziska Drohsel:

Der zivile Wiederaufbau muss in Afghanistan in den Mittelpunkt des deutschen Engagements rücken. In diesen Aufgabenbereich sollten mindestens 50% der Gelder fließen. Eine Aufstockung des militärischen Kontingents und eine Ausweitung des Bundeswehrmandats lehnen wir ab.

Wir fordern die Bundesregierung auf, bei der Konferenz in London ein klares Konzept über die zu erreichenden Ziele und eine daraus folgende Exit- Strategie für Afghanistan einzufordern. Ziel muss es sein mit dem schrittweisen Abzug der Bundeswehr so schnell wie möglich - spätestens aber 2011 - zu beginnen.

Zu Guttenbergs Neubewertung des gesamten Afghanistaneinsatzes ist der Versuch den Vorfall in Kundus nachträglich zu legitimieren. Das lehnen wir ab. Minister zu Guttenberg steht in der Verantwortung, die Bombardierung mit 137 Todesopfern aufzuklären.

Hier das Positionspapier des Juso-Bundesvorstands.