Repression ist die falsche Antwort

Jusos und Juso-Hochschulgruppen kritisieren Polizeimaßnahmen

Zu den bundesweiten Hörsaal-Räumungen an deutschen Hochschulen erklären Ralf Höschele, stellvertretender Bundesvorsitzender der Jusos, und Erkan Ertan vom Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

Mit der gewaltsamen Räumung der Hörsäle wurde eine neue Stufe der Eskalation erreicht. Studierende sind immer noch Mitglieder ihrer Hochschulen, die für die Verbesserung ihrer Lehre kämpfen. Die Studierenden aus den Hörsälen zu entfernen und so zu versuchen, sie einzuschüchtern, ist unverhältnismäßig.
Die Hochschulleitungen und die Bildungsministerin Annette Schavan zeigen damit deutlich ihren fehlenden Willen sich mit den Forderungen der Studierenden ernsthaft auseinanderzusetzen. Sie verweigern den Dialog auf gleicher Augenhöhe und greifen jetzt zur Repression.
Deshalb verurteilen wir die Räumung von besetzten Hörsälen. Wir fordern die Akteure an Hochschule und Politik dazu auf, die Forderungen der Protestierenden endlich ernst zu nehmen. Wir brauchen endlich ein offenes und gerechtes Bildungssystem, das allen Menschen die gleichen Chancen bietet. Solange keine Bewegung in die richtige Richtung erkennbar ist, werden die Proteste weitergehen.