Kanzlerkandidat Steinbrück
Zur heutigen Entscheidung in der K-Frage erklärt der Juso-Bundesvorsitzende Sascha Vogt:
„Es ist schon ärgerlich, warum ein festgelegter Zeitplan zur Bestimmung des Kandidaten nun völlig überstürzt über Bord geworfen wird. Der wachsende Druck auf die Parteispitze, eine schnelle Entscheidung zu fällen, war zu erwarten. Das kann aber kein ausreichender Grund sein, ein vereinbartes Verfahren über Nacht zu verändern.
Für uns Jusos ist immer das Programm entscheidend. Darauf hatte sich auch die Parteispitze in aller Deutlichkeit verständigt. Einige wichtige Fragen wie beispielsweise die zur Rente sind jedoch weiterhin nicht geklärt. Auch wenn ein Kanzlerkandidat bereits fest steht – es muss weiterhin offene Debatten zur SPD-Programmatik geben.
Dass es in den letzten Jahren immer wieder zu Differenzen zwischen den Jusos und Peer Steinbrück kam, ist nicht zu leugnen. Wir Jusos wollen einen wirklichen Politikwechsel im nächsten Jahr. Wir werden dafür kämpfen, dass die SPD mit einem guten Programm bei der Bundestagswahl 2013 gewinnen wird. Die SPD muss ein klares Profil als linke Volkspartei, das den Weg zu einer gerechteren Gesellschaft weist, aufzeigen. Dazu haben wir in den vergangenen Jahren gemeinsam mit der ganzen Partei viele Positionen entwickelt. Wir wollen nicht wieder in eine Zeit zurückfallen, in der ein Kandidat der Partei seine Inhalte aufzwingt.
Daher laden wir Peer Steinbrück herzlich zu einem persönlichen Gespräch über unsere inhaltlichen Vorstellungen für das nächste Jahr und die Zukunft ein.“




