Gute Arbeit und Ausbildung
Ziele unserer Kampagne
Im Zeitraum vom Frühjahr bis Jahresende 2008 haben wir im Juso-Bundesverband unsere Kampagne „Gute Arbeit und Ausbildung“ durchgeführt. Die Kampagne hatte drei wesentliche Ziele. Wir wollten natürlich vor allem unsere Forderungen aus dem Themenbereich Arbeit und Ausbildung nach außen tragen, für unsere Positionen werben und in der SPD und in der Gesellschaft Mehrheiten für unsere Überzeugungen gewinnen. Darüber hinaus wollten wir unsere Kampagne gemeinsam mit allen Gliederungen des Juso-Bundesverbandes umsetzen und zusammen unsere Bündnisarbeit verstärken. Dabei stand der Kontakt zu den Jugendgewerkschaften im Vordergrund.
Durchführung der Kampagne
Als Grundlage für die Umsetzung der Kampagne erstellten wir eine Kampagnenplattform. Die Plattform enthielt unsere grundlegenden Forderungen im Themenbereich und stellte den Verlauf der Kampagne dar. Den Startschuss für die Durchführung gaben wir auf unserer Fachtagung Ende April. Hier diskutierten wir mit Vertreter/innen aus Wissenschaft und von den Gewerkschaften und beschlossen unsere Kampagnenplattform. Am 1. Mai waren wir dann überall in Deutschland auf den DGB-Demonstrationen präsent. Mit unseren Postkarten und Schildern warben wir für gerechten Lohn, gleiche Arbeitsbedingungen für Leiharbeiter/innen und die Gleichstellung der Geschlechter auf dem Arbeitsmarkt. Viele Informationen gab (und gibt) es auf unserer Kampagnenhomepage. Außerdem veröffentlichten wir regelmäßig Artikel im update und gestalteten ein Argumente-Heft zum Thema. Mit unserer Berufsschulaktion im Herbst – pünktlich zum Ausbildungsbeginn – warben wir mit einem Postkartenflyer vor den Berufsschulen für unsere Forderungen. Hierbei stand das Recht auf eine qualitativ hochwertige Ausbildung im Mittelpunkt.
Inhaltliche Weiterentwicklung
Zusätzlich versuchten wir innerhalb unserer Kampagne „Gute Arbeit und Ausbildung“ unsere Positionen an die bestehenden Herausforderungen anzupassen. So schlugen wir auf der Postkarte zum Thema Ausbildung vor, eine Mindestausbildungsvergütung einzuführen. Damit sollen Jugendliche während der Ausbildung von ihrem Ausbildungsgehalt leben können. Darüber hinaus wollen wir, dass jede/r Jugendliche nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung im Betrieb übernommen wird, sofern Bedarf für eine Arbeitskraft besteht. In Zusammenarbeit mit dem Perspektivprojekt „Gute Arbeit und Mitbestimmung“, das die kontinuierliche inhaltliche Arbeit zum Thema im Juso-Bundesverband leistet, entwickelten wir außerdem unsere Positionen zur „prekären Beschäftigung“ fort. Der Kern unseres Beschlusses auf dem Juso-Bundeskongress 2008 bestand in der (Re-)Regulierung der Leiharbeit mit dem Ziel gleichen Lohns und gleichen Arbeitsbedingungen für Leiharbeiter/innen.










