Verursacher an den Kosten der Krise beteiligen

Die Folgen der globalen Finanzkrise drohen überwältigend zu werden und unser Leben und Wirtschaften tiefgreifend zu verändern. Der Internationalen Währungsfonds (IWF) berechnet die weltweiten Verluste auf 3.100.000.000.000 Euro (3,1 Billionen Euro). Eine vorsichtige Schätzung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) geht davon aus, dass global 51 Millionen Jobs vernichtet werden könnten.
Im September 2009 haben die Regierungen der G-20 daher den IWF beauftragt Vorschläge zu erarbeiten, wie der Finanzmarktsektor an den Kosten der globalen Finanzkrise beteiligt werden kann. Es gilt die Verursacher der Krise zur Kasse zu bitten.
Auf dem Gipfel der G-20 Staaten am 26. und 27. Juni in Kanada sollen dann die Maßnahmen beschlossen werden.

Unsere Forderung: Finanztransaktionssteuer
Seit langem gibt es einen Vorschlag, wie der Finanzmarktsektor ernsthaft an den Kosten beteiligt: die Finanztransaktionssteuer (FTS).
Im Gegensatz zu anderen Vorschlägen werden hier sämtliche Transaktionen und Finanztitel besteuert. In der Diskussion sind Steuersätze von 0,1%, 0,05% oder von 0,01%. Dennoch gehen selbst vorsichtige Schätzungen davon aus, dass mit dieser Steuer weit über 100 Milliarden Euro allein in Europa zu erzielen sind.

Warum Finanztransaktionssteuer?

  • Weil eine FTS Spekulationen verteuert und damit eindämmt. Dies ist ein wichtiger Schritt um die Finanzmärkte zu stabilisieren.
  • Weil die FTS Steuergerechtigkeit herstellt, denn im Gegensatz zu anderen Gütern werden Finanzprodukte bisher steuerfrei gehandelt.
  • Weil wir das Geld dringend benötigen um endlich um die Armut und den Klimawandel zu bekämpfen.