Robin rollt die Euros zu Merkel

Unter dem Motto "Das Geld liegt auf der Straße, Frau Merkel! Greifen Sie zu" haben Aktivistinnen und Aktivisten von den Jusos, der Grünen Jugend, Oxfam und Attac im Namen der Kampagne "Steuer gegen Armut" am Dienstag in Berlin ihrer Forderung nach Einführung einer Finanztransaktionssteuer (FTS) in der EU Nachdruck verliehen. Die Aktion ist Teil der weltweiten Aktionswoche, an der sich Menschen aus mehr als 35 Ländern beteiligen.

Als Robin Hood – Symbolfigur der Kampagne – und seine Helfer verkleidete Aktivistinnen und Aktivisten rollten mannshohe Euro-Münzen mit der Beschriftung "FTS-Euros" durch Berlins Straßen bis vor das Bundeskanzleramt. Dort trafen sie auf Angela Merkel (ebenfalls dargestellt von einer Aktivistin), die abfahrbereit mit Reisekoffer darauf wartete, zum EU-Ratstreffen am Donnerstag und Freitag in Brüssel aufzubrechen. Nachdrücklich forderte Robin Hood die Bundeskanzlerin auf, ihren Worten nun Steuern folgen zu lassen und gemeinsam mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy ihre EU-Amtskollegen von einer Finanztransaktionssteuer zu überzeugen. Die Steuer wäre gerecht und leicht umsetzbar, und Einnahmen aus der FTS würden dringend benötigt.

Juso-Bundesvorsitzender Sascha Vogt sagte: "Die Steuer gegen Armut begrenzt die Spekulationen, die für die Eurokrise verantwortlich sind, und bekämpft Armut und Umweltzerstörung. Deshalb, Frau Merkel, halten Sie mal Kurs, setzen Sie sich ein und kommen sie bloß nicht ohne die Steuer gegen Armut aus Brüssel zurück!"

Das Kampagnenbündnis forderte die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und FDP auf, es der französischen Regierungspartei gleich zu tun und im Bundestag einen Beschluss zur Einführung der Finanztransaktionsteuer auf europäischer Ebene herbeizuführen.

Fotos von der Aktion gibt es auf unserem Flickr-Account. Dazu gibt es weitere Bilder auf der globalen Aktionsseite von Bündnisaktionen aus der ganzen Welt.