Unsere Petition: Unterstütze hier unseren Antrag gegen den Fiskalpakt

Du willst aktiv werden gegen den Fiskalpakt? Dann mach hier schon mal den ersten Schritt. Unterstütze unseren Antrag gegen den Fiskalpakt auf dem kleinen Parteitag der SPD mit einer Online Unterschrift. Den Antrag findest du unten in Deutsch und Englisch als pdf. Wir brauchen jede Stimme bei der Unterstützung! Also nicht zögern, gleich unterzeichnen!
Fill out my online form.
View my report! Der Parteikonvent möge beschließen: Diesen Fiskalpakt ablehnen! Die Europäische Integration ist eine Erfolgsgeschichte des Friedens, des Wohlstands und der gemeinschaftlichen Verantwortung. Die Europäische Wirtschaft- und Währungsunion ist ein unerlässlicher und in großen Teilen erfolgreicher Bestandteil des europäischen Projekts. Die derzeitige Krise zeigt allerdings, dass die Währungsunion ohne politische Union, Wirtschaftsregierung und Sozialunion nicht funktioniert. Deshalb brauchen wir gerade jetzt ein Mehr an gemeinschaftlichen und solidarischen Verfahren in der Europäischen Union. Der Europäische Fiskalpakt weist in die gegenteilige Richtung. Die darin angelegte fiskalpolitische Koordinierung ist der falsche Weg. Der Europäische Fiskalpakt verkennt viele der Krisenursachen und wird die Krisensymptome verschärfen. Schon jetzt zeigt sich, dass die bislang erfolgte Strategie in den Krisenstaaten politisch und ökonomisch gescheitert ist. Allein die enorme Jugendarbeitslosigkeit ist ein politisches Armutszeugnis und bedeutet für Millionen junge Menschen Perspektivlosigkeit. Die Eurozone und die EU werden nur aus der Krise kommen, wenn es zu nachhaltig ausgerichtetem Wachstum kommt. Ohne einen signifikanten Wachstumsimpuls auf breiter Front wird es keine Stabilisierung geben. Hingegen bedeutet Austerität in ganz Europa für viele Länder Rezession, Massenarbeitslosigkeit und Erosion der Demokratie. Der Fiskalpakt in seiner derzeitigen Form, der lediglich die Schuldenaufnahme des betreffenden EU-Mitgliedsstaates unbesehen dessen ökonomischer Situation begrenzt und sanktioniert, schreibt diese Politik vertragsrechtlich fest. Deshalb kann die SPD diesem Fiskalpakt nicht zustimmen. Die SPD-Bundestagsfraktion und die SPD-geführten Länder werden aufgefordert, eine Ratifizierung des Europäischen Fiskalpakts im Bundestag bzw. Bundesrat abzulehnen, sofern er nicht im Zuge von Neuverhandlungen durch Übereinkünfte für nachhaltige Investitionen, gute Beschäftigung und Stärkung der öffentlichen Hand in einer mit dem bisherigen Vertrag vergleichbaren Rechtsqualität verändert wird, nämlich
  1. Einer Übereinkunft zur verbindlichen Finanzierung und Durchführung von europaweiten Programmen zur Förderung eines nachhaltigen und tragfähigen Wachstums, Stärkung der Binnennachfrage sowie zur Förderung von gerecht entlohnter Beschäftigung insbesondere junger Menschen etwa durch die Umsetzung einer Beschäftigungsgarantie für junge Menschen.
  2. Einer Übereinkunft über eine verbindliche europaweite Stärkung der Einnahmen der öffentlichen Haushalte, etwa durch die europaweite Einführung einer Finanztransaktionssteuer, eine Mindestbesteuerung von Unternehmen sowie hoher Vermögen, die für wirtschaftlich nachhaltige Investitionsprogramme eingesetzt werden können.
Die SPD wird die diesbezüglichen Bemühungen der europäischen Schwesterorganisationen unterstützen und auf eine europaweite Koordinierung dieser Aktivitäten aktiv hinwirken. Um eine angemessene Diskussion und Erarbeitung in den Parlamenten und der Öffentlichkeit sicherzustellen, darf die finale Abstimmung nicht vor dem Herbst stattfinden. Vor einer Entscheidung in Bundestag und Bundesrat muss sich der Parteikonvent mit dem Ergebnis der anstehenden Verhandlungen erneut befassen.