Parteikonvent: Jugendpolitik
Heute hat der SPD Parteikonvent den im von Manuela Schwesig und Sascha Vogt geleiteten Gesprächskreis Familie und Jugend erarbeiteten Antrag "Mit einer eigenständigen Jugendpolitik Freiräume schaffen, Chancen eröffnen, Rückhalt geben!" beschlossen. Dazu erklärt der Juso-Bundesvorsitzende Sascha Vogt:
„Es ist erfreulich, dass sich die SPD den zusammen mit vielen Jugendverbänden gemeinsam erarbeiteten Antrag zu eigen gemacht hat. Es kommt darauf an, dass Jugendpolitik als ein eigenständiges Politikfeld etabliert wird. Bisher sind die Kompetenzen auf verschiedene Ressorts verteilt. Um eine bessere Koordination zu ermöglichen, fordern wir einen StaatssekretärIn mit der ausdrücklichen Verantwortlichkeit für den Bereich Jugend. Es gibt in Deutschland bisher keine bedarfsgerechte Politik für junge Menschen, das Bild in der Öffentlichkeit ist vollkommen einseitig, es dominieren Schlagzeilen um Drogen und Kriminalität. Auf eine der wichtigsten Phasen im Leben wurde bisher von Seiten der Politik nicht reagiert. Der Lebensverlauf junger Leute hat sich grundlegend geändert, die Erwartungen an sie auf dem Arbeitsmarkt sind hoch, zugleich sind Beschäftigungsverhältnisse unsicher geworden. Junge Menschen stehen vor vielen Herausforderungen und können ihre Zukunft nur schwer planen. Wir fordern in unserem Antrag ein Recht auf Ausbildungsgarantie und Qualitätsstandards sowie eine gesicherte Übernahme nach der Ausbildung. Außerdem wollen wir mehr demokratische Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen. Um sich in politische Entscheidungen einbringen zu können, soll das Wahlalter bei Kommunal-,Landtags- und Bundestagswahlen auf 16 Jahre herabgesetzt werden. Auch bei der Digitalisierung sehen wir Handlungsbedarf. Eine digitale Spaltung ist nur zu verhindern, wenn zum einen eine flächendeckende Breitbandversorgung garantiert ist und zum anderen die Kompetenzen Jugendlicher in der Nutzung neuer Medien gestärkt werden."




