Ein Jahr nach Fukushima - Gedenken und weiterhin Protest!

Anlässlich des Jahrestages der Atomkatastrophe in Japan erklärt der Juso-Bundesvorsitzende, Sascha Vogt:

"Der Jahrestag von Fukushima ist ein Moment des Gedenkens. Wir trauern mit den Opfern und drücken den Hinterbliebenen unser Mitgefühl aus. Ein Jahr nach der Katastrophe leiden viele Menschen weiterhin unter den Folgen der Strahlung. Viele dürfen nicht an ihren Heimatort zurück oder wissen immer noch nicht, wo ihre Familien geblieben sind. Der Tsunami und das damit ausgelöste atomare Unglück hat das Leben Tausender Menschen zerstört.

Der Jahrestag von Fukushima ist aber auch ein Tag des Protests. Die schwarz-gelbe Bundesregierung entwickelte sich im letzten Jahr nach dem plötzlichen Atomausstieg zum politischen Wackeldackel. Sie propagiert ihre umweltfreundlichen Ansichten, läuft jedoch der Atomlobby hinterher. Dabei ist atomare Gefahr nicht gebannt. Bis 2022 laufen die Meiler in Deutschland, obwohl in drei Jahren Schluss sein könnte. Schwarz-Gelb scheut sich vor einer ehrlichen Endlager-Suche. Sie möchte den Bau unsicherer Atommeiler in Brasilien mit Bürgschaften unterstützen. Und anstatt die Energiewende wirklich zu vollziehen, kürzt die Bundesregierung die Solarförderung. Wir fordern Merkel und Co. daher auf, endlich einen konsequenten Umstieg auf erneuerbare Energien zu schaffen und der Atomenergie den Rücken zu kehren. Denn nur so kann das Restrisiko einer weiteren Katastrophe gesenkt werden."