Für Freundschaft und gegen Hass

Die Europäischen Jungensozialistinnen und Jungsozialisten (ECOSY) treten gegen Nationalismus und für den internationalen Dialog ein.

Vom 28. bis zum 30. Oktober trifft sich der Länderrat der ECOSY mit Vertreterinnen und Vertretern sozialistischer und sozialdemokratischer Jugendorganisationen aus über 40 Ländern in Görlitz und Zgorzelec. Die Mitgliedsorganisationen aus Deutschland, Polen und Tschechien (Jusos, Falken Deutschland, FMS Polen, MSD Tschechien) sind Ausrichter des Treffens, auf dem gemeinsame Lösungen der europäischen Krise diskutiert werden.

Kaisa Penny Präsidentin der ECOSY sagt dazu: „Die Europäische Union wurde gegründet, um den Frieden in Europa zu schützen und Solidarität zwischen den Nationen wachsen zu lassen. Die jüngsten Entwicklungen in Europa, in denen nationalistische Bewegung und Parteien immer mehr Zulauf erhalten, sind sehr besorgniserregend. Wir müssen uns die Frage stellen, ob wir aus der Geschichte genug gelernt haben.“

Sascha Vogt, Vorsitzender der Jusos erklärt: „Leider kann man auch 66 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges und 21 Jahre nach der Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze noch nicht von einem völlig entspannten Verhältnis der Nachbarstaaten sprechen. Gerade die Vertriebenenvertreter von der Union, wie Erika Steinbach und Bernd Posselt, versuchen mit ihren geschichtsrevisionistischen Parolen immer wieder die Annäherung zu Polen und Tschechien zu beschädigen. Wir Jusos wollen mit unseren Nachbarinnen und Nachbarn gemeinsam Zukunftsthemen, wie die Verbesserung der Lebenssituation der Jugend in Europa diskutieren.“

Paulina Piechna-Więckiewicz Vorsitzende der polnischen FMS erklärt dazu: „Gerade jetzt, wo Parteien der extremen Rechten versuchen, ein Klima der Intoleranz zu erzeugen, setzen wir uns als Junge Generation gegen solche Strömungen ein. Um die Geschichte unseres Landes und unseres Kontinents wissend, wissen wir, dass Vorurteile gegenüber Rassen, ethnische und kulturelle Hintergründe zerstören und nicht dazu beitragen Gemeinsames aufzubauen. Wir glauben, dass Toleranz; Respekt und Solidarität die Werte sind, die Mauern einreißen und den Lauf der Geschichte in Bezug auf das Deutsch-Polnische Verhältnis umkehren können.“