Hohe Einkommen deutlich stärker belasten!

Zum Beschluss des SPD-Parteivorstands den Spitzensteuersatz erhöhen zu wollen, erklärt der Juso-Bundesvorsitzende Sascha Vogt:

„Den Spitzensteuersatz auf 49 Prozent zu erhöhen geht im Grundsatz in die richtige Richtung. Die öffentlichen Haushalte benötigen dringend mehr Geld, um es für Zukunftsinvestitionen wie etwa für Bildung auszugeben. Da die Wohlhabenden in den vergangenen Jahren - unter anderem durch die Steuerpolitik von Rot-Grün - massiv entlastet wurden, ist es das richtige Signal, genau hier anzusetzen.

Eigentlich ist es angesichts der klammen Lage der öffentlichen Haushalte aber notwendig, den Spitzensteuersatz noch deutlicher zu erhöhen und auf das Niveau der 90er Jahre in Höhe von 53 Prozent zurückzukehren.

Wir Jusos sehen außerdem noch deutlichen Diskussionsbedarf hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung des Modells. Am Ende muss jede Veränderung der Einkommensteuer dazu führen, dass deutlich mehr Steuern eingenommen werden. Deshalb muss es eine effektive Mehrbelastung für alle Personen geben, die mehr als 53.000 Euro im Jahr verdienen. Zusätzlich muss die geforderte Reichensteuer als Aufschlag auf den Spitzensteuersatz in Höhe von drei Prozentpunkten ab einem Jahreseinkommen von 125.000 Euro für Alleinverdienende beibehalten werden.“