Keinen Feiertag für den Bund der Vertriebenen

BdV-Präsidentin Erika Steinbach fordert, den 5. August, den Tag, an dem die Charta der Heimatvertriebenen verkündet wurde, zum „Nationalen Gedenktag für die Opfer von Vertreibung“ zu machen. Der Juso-Bundesvorsitzende Sascha Vogt erklärt dazu:

Versöhnung und Frieden können nur erreicht werden, wenn ein internationaler Dialog stattfindet und Grenzen überwunden werden. Doch bei diesem „Nationalen“ Gedenktag geht es nicht um internationale Versöhnung und Frieden. Es soll nur die Gründungscharta des BdVs gefeiert werden.

Wir Jusos wehren uns gegen jedes Geschichtsbild, in dem vor allem die Deutschen zum Opfer des Krieges und seiner Folgen gemacht werden. Die Charta der deutschen Heimatvertriebenen, die teilweise von Beteiligten an der NS-Besatzungs- und Vernichtungspolitik unterzeichnet wurde, ist wahrlich kein Dokument der historischen Selbstreflexion. Die Charta kennt keine Verfolgung und Vernichtung von Juden. Sie kennt keine Verbrechen des NS-Regimes und keine deutsche Kriegsschuld. Sie kennt keine Ursachen für Vertreibung. Sie kennt nur ein Opfer: die deutschen Vertriebenen.

So lobt noch heute Frau Steinbach den Großmut der Vertriebenen, dass sie auf Rache und Vergeltung verzichtet haben. Sie verzichteten also auf Verbrechen. Diese Position, die Forderung nach einem „Nationalen Gedenktag“ und die heute noch gefeierte Charta, zeigt wieder mal, welch geistig Kind der BdV wirklich ist.

Wir Jusos setzen uns gegen jeglichen Geschichtsrevisionismus ein. Deutsche Täter sind keine Opfer!