Fatales Signal in Bayern

Fatales Signal in Bayern

Zu dem Ergebnis der Landesvertreterversammlung der BayernSPD erklärt die Juso-Bundesvorsitzende Johanna Uekermann:

„Die bayerische SPD hat mit der heutigen Listenaufstellung eine Bankrotterklärung abgegeben. In Nürnberg hat sich gezeigt, dass alleine der Regionalproporz zählt und ihm alles andere untergeordnet wird.

Ich habe mich im Vorfeld intensiv um eine Einigung für eine Liste der BayernSPD bemüht. Ich habe mich bereit erklärt, weit nach hinten zu gehen, um amtierende Mandatsträger abzusichern. Alle diese Angebote sind aber von einigen Bezirksvorsitzenden abgelehnt worden. Und das, obwohl mir alle zugesagt haben, meine Kandidatur zu unterstützen.

Auf den Beschluss des Landesvorstands mit 18 zu 9 Stimmen, mich auf Platz 22 zu setzen hat eine Mehrheit der Bezirksvorsitzenden angekündigt, das nicht akzeptieren zu wollen. Heute morgen haben fünf von sieben Bezirksvorsitzenden ihre Delegationen darauf eingeschworen, mich von Platz 22 abzuwählen. Erst daraufhin habe ich mich entschlossen, meine Kandidatur für einen Platz unter den ersten fünf, den von den Jusos Bayern angekündigten Anspruch, anzumelden.

Die BayernSPD hat mit der heutigen Entscheidung ein fatales Signal gesetzt. Sie hat demonstriert, dass es ihr nicht um inhaltliches Profil geht, nicht darum, mit bundesweit bekannten Persönlichkeiten anzutreten und auch nicht darum, die Jusos als Vertreter der Jugend in der SPD auf der Liste zu repräsentieren. Mit dieser Haltung haben gerade die Bezirksvorsitzenden einen großen Schaden angerichtet.“