Aktionen gegen Panik

Aktionen gegen Panik

Du möchtest aktiv werden und einen Beitrag dafür leisten, dass die Integration von Geflüchteten klappt? Dann haben wir hier einige Aktionsvorschläge für Dich und Deine Freundinnen und Freunde!

Bevor Ihr loslegt, solltet Ihr für die folgenden Aktionsideen unbedingt beachten, dass Ihr Euer Engagement am tatsächlichen Bedarf vor Ort orientiert. Es ist daher sinnvoll, sich zunächst mit den bereits in der Geflüchtetenhilfe Engagierten vor Ort zu koordinieren. Wenn Ihr Euch nicht sicher seid, könnt Ihr Euch dabei immer an die Jusos vor Ort wenden!

1. Engagiert Euch in unserem Bündnis "Aufstehen gegen Rassismus"!

Zusammen mit vielen weiteren Jugendorganisationen haben wir das Bündnis "Aufstehen gegen Rassismus" gegründet. Das Bündnis hat an vielen Orten lokale Gruppen, die verschiedenste Aktionen organisieren: Diskussionsveranstaltungen, Proteste gegen rechte Organisationen, Hilfen für Geflüchtete, ...

2. Lasst Euch ausbilden zum Stammtischkämpfer/zur Stammtischkämpferin!

Kennt Ihr das? Ihr sitzt am Tisch und plötzlich fängt jemand an mit rassistischen Äußerungen und pauschalen Urteilen. In solchen Situationen ist es wichtig, dass jemand widerspricht und den Vorurteilen mit Fakten und Zahlen begegnet. Deshalb bilden wir zusammen mit dem Bündnis "Aufstehen gegen Rassismus" allein in diesem Jahr 10.000 Stammtischkämpferinnen und Stammtischkämpfer aus. Meldet Euch an für ein solches Training! Anschließend könnt Ihr nicht nur Vorurteile entkräften, sondern auch andere darin trainieren, in solchen Diskussionen zu bestehen! Kontaktiert einfach die Jusos bei Euch vor Ort, oder das Bündnis "Aufstehen gegen Rassismus"!

3. Helft mit Euren Sprachkenntnissen!

Könnt Ihr eine andere Sprache sprechen als Deutsch? Dann helft in den Unterbringungen für Geflüchtete als Übersetzerinnen und Übersetzer aus! Oft stellen die bestehenden Sprachbarrieren die Engagierten vor Ort vor Probleme. Bietet Eure Hilfe zur Übersetzung an und unterstützt so die Geflüchteten dabei, sich in ihrer neuen Umgebung schnell zurechtzufinden. Ein längerfristiges Engagement kann zudem die Organisation von kostenlosem Deutschunterricht für die Geflüchteten sein. Dies kann als Tandem-Team mit einzelnen Geflüchteten passieren, aber auch die Organisation ganzer Lerngruppen ist möglich.

4. Helft mit Eurer Zeit und werdet Patin/Pate!

Ehrenamtliche Patenschaften können für Geflüchtete eine enorme Hilfe sein. Ihr könnt bei Behördengängen unterstützen, beim Erlernen der deutschen Sprache behilflich sein oder die Gestaltung des Alltags erleichtern. Manchmal kann auch einfach ein offenes Ohr helfen. Auch wenn Ihr vielleicht mal keine Antwort wisst: Es kommt statt auf eigene, perfekte Antworten vielmehr auf die Bereitschaft an, die richtigen Ansprechpersonen zu vermitteln. Ihr habt selbst viele Kontakte – oft mehr als gedacht – in der Gesellschaft und vor Ort, die Ihr für die Geflüchteten nutzen könnt. Auch Kindern kann so wichtige Unterstützung geboten werden, da der sorgenbehaftete Alltag für sie oft besonders belastend ist.

5. Helft bei der Organisation kultureller Veranstaltungen!

Oft kann der Alltag für Geflüchtete sehr einseitig sein. Tragt dazu bei, dass sie auf andere Gedanken kommen und organisiert kulturelle Veranstaltungen mit ihnen. Beispielsweise könnt Ihr mit Geflüchteten gemeinsame Kochabende organisieren und so auch untereinander kulinarische Vorlieben austauschen. Oder fragt den lokalen Fußballverein, ob dieser nicht Freikarten für das nächste Spiel zur Verfügung stellt und geht dort mit den Geflüchteten gemeinsam hin. Genauso könnt Ihr auch nach kostenlosen Konzertkarten, Theaterkarten oder Museumseintritten fragen. Die Zahl der möglichen Ansprechpersonen ist hoch.

6. Helft beim Kennenlernen und organisiert ein AnwohnerInnenfest!

Bringt AnwohnerInnen und Geflüchtete zusammen. Dazu bietet sich zum Beispiel ein gemeinsam mit den Geflüchteten organisiertes Straßenfest an, zu dem auch alle Interessierte eingeladen werden. Vielleicht finden sich lokale Bäckereien, Fleischereien (auf Essgewohnheiten achten!), Supermärkte oder ähnliches, die bestenfalls gemeinsam eine Grundlage für das Fest spenden können. Damit schafft Ihr Begegnungsmöglichkeiten, die weitere Unterstützung freisetzen und für alle Beteiligten wertvollen Raum zum Kennenlernen bietet. Auch hierbei gilt, dass nicht alles allein umgesetzt werden muss: Fragt lokale Jugendorganisationen und Vereine um Unterstützung bei der Organisation!

7. Helft bei der Orientierung und macht Ausflüge!

Genauso könnt Ihr eine Stadtführung oder Ausflüge in die nähere Umgebung organisieren, sodass Geflüchtete auch ihr geografisches Umfeld näher kennen lernen. Auch hierfür lässt sich Unterstützung vor Ort finden, beispielsweise durch Museen oder andere Bildungseinrichtungen. Beachtet dabei, dass die Residenzpflicht in den ersten drei Monaten zu Einschränkungen der Mobilität von Geflüchteten führen kann.

8. Helft bei der Sammlung von Sachspenden!

Bestenfalls gibt es vor Ort bereits laufende Sammlungen, deren konkreten Bedarf Ihr erfragen und weiteren Menschen mitteilen könnt. Ansonsten fragt die Geflüchteten und lokale Hilfsorganisationen, was konkret gebraucht wird! Anschließend könnt Ihr Menschen vor Ort zu mobilisieren, mit Kleider- und anderen Sachspenden zur dingend benötigten Unterstützung beizutragen. Auch Medikamente, Spielzeug für Kleinkinder oder Übersetzungsbücher sind häufig Mangelware und können mit gesammelt werden.
Ihr könnt auch eine Soli-Party organisieren und den Erlös spenden.

 

Alle Aktionsvorschläge gibt es hier auch zum Download: Aktionsvorschläge für Geflüchtetenhilfe

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